Pater Brown wollte sich eigentlich ein paar Tage im weit entfernten Amerika erholen, doch prompt nach seiner Ankunft wird er von der örtlichen Presse belagert. Auch ein weiterer Fall kommt auf ihn zu: Der gut bewachte Millionär Merton, der im Besitz eines wertvollen Kelches ist, wird bedroht. Und prompt ist Pater Brown in der Villa, schlägt der Täter zu und ermordet den Mann. Doch wie konnte er durch das offene Fenster mit einem Pfeil treffen?
Eine weitere Folge von “Pater Brown” steht ins Haus – doch wer denkt, dass die Serie schon ihr ganzes Pulver mit den hervorragenden letzten Folgen verschossen hat, irrt sich ganz gewaltig! Denn sämtliche Attribute, die die Serie zu etwas Besonderem machen, kommen hier zusammen: Der äußerst verschmitzte und ebenso intelligente Geistliche ist wieder in Hochform und zieht aus kleinsten Hinweisen die richtigen Schlüsse, dabei darf sein trockener britischer Humor natürlich nicht fehlen. Einige undurchsichtige und gerne auch mal leicht merkwürdige Gestalten machen die Ermittlerarbeit zwar schwer, aber am Ende einer spannenden und abwechslungsreichen Recherche wird ein logisch durchdachter und überraschender Fall aufgedeckt, der die Abgründe eines Menschen zeigt. Schön war, dass sich Szenen mit Flambeu einerseits und Pater Brown andererseits teilweise abgewechselt haben, was insgesamt sehr lebendig und temporeich herüberkam. Hier wiederhole ich mich gerne: Einmal mehr schöpft die Serie ihr Potenzial aus und präsentiert eine wunderbare Folge, die es sich zu hören lohnt.
Als Flambeau hat Hans Geord Panczak ja mittlerweile seine eigene – sehr empfehlenswerte – Serie, doch auch in den Pater Brown-Hörspielen ist er immer wieder mit seinem Charme und seiner lockeren Art dabei und trägt zum großen Unterhaltungswert der Serie bei. Als John Wilton Horder können wir Mogens von Gadow hören, der den konsequenten Mann mit einer betonten Sprechweise sehr glaubwürdig darstellt. Und auch Ole Pfennig beweist einmal mehr sein Talent und erweckt seinen Charakter Peter Wayne zum Leben. Weitere Parts übernehmen Eckert Dux, Garhard Acktun und Norbert Gastell.
Die Titelmusik wirkt wieder sehr beschwingend und weckt viel Freude auf das Kommende, zumal sie gut zum Charakter von Pater Brown passt. Während der Handlung hält sie sich angenehm im Hintergrund, sodass man den Kriminalfall in aller Ruhe genießen kann, ohne sich auf den Hintergrund konzentrieren zu müssen. Stimmige Geräusche in der richtigen Lautstärke machen den positiven Gesamteindruck komplett.
Fazit: Auch “Ein Pfeil vom Himmel” ist ein hervorragendes Krimihörspiel mit spannendem Verlauf , auch wenn ich persönlich sehr schnell wusste wer der Bösewicht war… Krimifreunden sehr zu empfehlen!
Alles in Allem typisch Maritim

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